Archive for the ‘Neues aus der Medienszene’ Category

Crossmediale Berichterstattung im Lokalen

Juli 6, 2012

Crossmediale Berichterstattung ist in fast allen Lokalredaktionen angekommen (86 Prozent), aber „bei der Integration von Innovationen in die alltägliche Arbeit der Medienhäuser gibt es noch viel Optimierungsbedarf“, erklärt Sonja Kretzschmar von der Universität der Bundeswehr in München. Das ist das Fazit der Crossmedia-Studie, die vom Projektteam Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen und der Universität der Bundeswehr München durchgeführt wurde. Mehr unter: www.bpb.de/137867.

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Trend geht Richtung Visual Storytelling

Mai 11, 2012

Wo geht es hin mit der Tageszeitung? Darüber wurde jüngst beim „European Newspaper Congress“ in Wien diskutiert. Infos zu Trends und Präsentationen zum Nachlesen gibt es hier: http://www.newspaper-congress.eu/.

20zwoelf: Debattenportal zum Thema Pressefreiheit

März 28, 2012

Die Abschlussklasse der Axel-Springer-Akademie hat als Gemeinschaftsprojekt ein Debattenportal zum Thema „Pressefreiheit“ gestartet und hofft auf viele Interessenten, die pointierte Meinungen und Informationen beisteuern. Die Journalistenschüler präsentieren Persönlichkeiten, die sich für die Pressefreiheit einsetzen, und schildern die vielfältigen Versuche im In- und Ausland, auf Journalistinnen und Journalisten restriktiv einzuwirken.  Mehr unter: http://20zwoelf.de/static,Index_de.htm.

Interessant: „Spiegel“ beliebtester Medien-Arbeitgeber

März 28, 2012

Zum besten deutschen Presse-Arbeitgeber kürten die Teilnehmer/innen der Studie „Medienmarken als Arbeitgeber 2012“ den „Spiegel“, gefolgt von „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“, „stern“, „Brigitte“ und „Süddeutscher“. Das ergab die Befragung von 318 Medienmachern für HORIZONTJobs. Für den „Spiegel“ sprachen vor allem gutes Gehaltsniveau, Arbeitsplatzsicherheit, soziale Verantwortung und internationales Arbeiten. Als wichtigste Kriterien für die Arbeitgeber-Qualität gelten allgemein ein gutes Betriebsklima (90 Prozent), Führungsqualität der Vorgesetzten (89) und das Gehaltsniveau (80), gefolgt von Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten (78) und Weiterbildungschancen (68). Mehr unter: http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Medien-als-Arbeitgeber-Spiegel-fuehrt-Ranking-deutscher-Zeitschriften-und-Zeitungen-an_106612.html.

Ines Pohl im Gespräch

März 19, 2012

Die Nachwuchsjournalisten Bayerns (NJB) haben vom 14. bis 16. März eine Berlinfahrt organisiert (http://www.njb-online.de/machen-medien-politik-berlinfahrt-14-03-16-03-2012/). Einer der Höhepunkte war sicher das Gespräch mit taz-Chefredakteurin Ines Pohl. Im Konferenzraum der taz mit Blick auf die Rudi-Dutschke-Straße sprach Pohl über die Frauenquote, über den besonderen Geist ihrer Zeitung und die Gründungsgeschichte. 1979 ist die taz entstanden, um der „bürgerlichen Springerpresse“ Paroli zu bieten. Seit knapp 20 Jahren finanziert sich die taz mit einem Genossenschaftsmodell. Das heißt, man kann Anteile kaufen und ist damit an der Zeitung beteiligt. Das schließt zwar jegliche Mitsprache an der Gestaltung der Zeitung aus – aber man darf sich einmal im Jahr bei der Genossenschaftsversammlung zu Wort melden. „Es gibt derzeit 12.000 Genossen, die hinter der Zeitung stehen und sie in schwierigen Zeiten immer wieder gerettet haben“, sagt Pohl. Am 14. April feiert die Zeitung im Übrigen ihren 20. Genossenschaftsgeburstag, der mit einem Kongress zum Thema „Das gute Leben – es gibt Alternativen“ begangen wird. Das Programm: http://www.taz.de/programm/2012/tazlab/day_2012-04-14.de.html.

Ines Pohl spricht viel von Unabhängigkeit, von journalistischer Freiheit und von Qualität. Und vom ausgeprägten Korrespondentennetz der taz. Weltweit sollen demnach 30 Journalisten für die taz arbeiten – nicht ausschließlich, aber regelmäßig. Ein Drittel des taz-Etats fließt in die Auslandsberichterstattung. Dieser Etat reicht aber nicht aus, um zum Beispiel Reisekosten zu finanzieren. Deshalb hat die Zeitung im vergangenen Jahr einen „taz Recherchefonds“ gegründet, in den taz-Leser freiwillig einbezahlen. Als ich das erste Mal bei der netzwerk-recherche-Jahreskonferenz 2011 von Afrika-Korrespondentin Simone Schlindwein davon gehört habe fand ich das nur interessant. Inzwischen denke ich, das könnte tatsächlich ein Zukunftsmodell sein – allerdings nur, wenn das Medium es schafft eine derart intensive Verbindung zum Leser aufzubauen wie die taz.

Spannend ist natürlich auch wie die Politik konkret versucht Einfluss auf die Zeitung zu nehmen. 69 Prozent der Leser wählen DIE GRÜNEN – mit der Gründungsgeschichte der Partei ist die taz eng verbunden. „Deshalb glaubt die Partei sie habe Anspruch auf positive Berichterstattung“, sagt Ines Pohl. Allerdings sei das nicht der Fall, schließlich gehe es darum guten Journalismus zu machen – und der ist: uneitel. „Journalisten sind zu oft eitel und selbstbezogen“, sagt Pohl. Wichtig sei aber offen zu fragen und nicht nur Bestätigungen seiner Positionen einzuholen. Und Fehler transparent zu machen. Ines Pohl sagt selbstbewusst: „Wir sind eine große, wichtige Stimme in der deutschen Medienlandschaft und wir können bewusst Trends setzen.“

http://www.njb-online.de/machen-medien-politik-berlinfahrt-14-03-16-03-2012/

Interessanter Artikel über Freiberuflichkeit

November 21, 2011

Geschätzt arbeiten in Deutschland mindestens 30.000 Journalisten als Freiberufler – und jedes Jahr werden es mehr. Mal zwingt die Situation am Arbeitsmarkt dazu, mal ist es die Sehnsucht nach Freiheit. Das journalist-ABC gibt erste Tipps für den Start in die Selbstständigkeit: http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/tipps-fuer-den-berufsalltag/start-in-die-selbststaendigkeit-nicht-ohne-meinen-businessplan.html.

Über 100 Journalisten bei n-ost-Medienwerkstatt in Minsk

Oktober 19, 2011

In Minsk (Belarus) hat das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung erstmals den Austausch deutschsprachiger und belarussischer Journalisten in einem größeren Rahmen ermöglicht. An der siebten internationalen n-ost Medienwerkstatt nahmen Anfang Oktober mehr als 100 Journalisten aus Deutschland, Belarus, Polen, Russland und Litauen teil. Partner und Tagungsort der fünftägigen Veranstaltung vom 5.-9. Oktober war die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ (IBB).

In über 70 Hintergrundgesprächen, auf Exkursionen, in Diskussionen und durch die Begegnung mit ihren belarussischen Kollegen haben sich die ausländischen Journalisten ein Bild über Lage und Stimmung in dem Land gemacht. Dort ist es seit den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010 zu anhaltenden, massiven Repressionen gegen Oppositionelle gekommen.

Gespräche mit Bürgerrechtlern und Oppositionellen

Unter den Gesprächspartnern der Medienwerkstatt waren oppositionelle Politiker und Bürgerrechtler, Unternehmer und Wirtschaftsexperten, Chefredakteure und Herausgeber staatlicher wie unabhängiger Medien, sowie belarussische Künstler der offiziellen und der Off-Szene. Auch die Leiterin der EU-Delegation in Belarus, Maira Mora, und der deutsche Botschafter, Dr. Christof Weil, waren unter den Gästen. Geplante Treffen mit offiziellen Vertretern von Kultur-, Außen- und Wirtschaftsministerium kamen dagegen letztlich nicht zustande.

Weiterer Schwerpunkt der Werkstatt war der fachliche Austausch der belarussischen und ausländischen Journalisten. In der Folge der Veranstaltung erscheinen umfangreiche Belarus-Beiträge in deutschsprachigen Medie n. n-ost publiziert zudem zum Jahreswechsel ein Belarus-Themenheft.

Gemeinsame Recherche

Im Vorfeld hatten die Organisatoren die politische Legitimität einer solchen Werkstatt in einem Land diskutiert, in dem nach wie vor oppositionelle Politiker inhaftiert sind. Auch vor dem Hintergrund sich jüngst drastisch verschärfender Strafgesetze betonte Zhanna Litvina, Vorsitzende des unabhängigen belarussischen Journalistenverbands (BAJ), gegenüber den Organisatoren die Wichtigkeit eines Dialogs gerade mit den unabhängigen Medien und kritischen Stimmen des Landes.

„Wir sind im Rückblick froh, dass wir uns auf diesen Weg – eine praxisnahe, professionelle Begegnung und gemeinsame Recherche von Journalisten beider Seiten – eingelassen und daran festgehalten haben“, sagt n-ost-Geschäftsführer Hanno Gundert. „Das Bemühen seitens der Behörden, die Berichterstattung über bestimmte Themen zu behindern, blieb letztlich wirkungslos“, so Gundert. „Bis auf eine Ausnahme konnten wir alle für uns wichtigen Gesprächspartner treffen und unser Programm ohne Abstriche durchführen.“

Partner und Förderer

Partner der n-ost Medienwerkstatt Minsk war neben der IBB der Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB), Landesverband des DJV. Als Veranstaltung im Rahmen der „Deutschen Woche“ stand die Medienwerkstatt unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Minsk. Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Robert Bosch Stiftung, der Metro Group, der Heinrich Böll Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Rosa Luxemburg Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die n-ost Medienwerkstatt bringt seit 2006 jährlich Journalisten in wechselnden osteuropäischen Städten zusammen, bisher in Prag, Sofia, Bukarest, Rostow am Don und Pécs.

Weitere Informationen unter www.n-ost.org/minsk.

Kiosk-Produkt von Journalistenschülern

September 21, 2011

Als Einzelheft liegt es am Kiosk, das Magazin „Hollyhome“, und wurde als Wohn- und Lifestyle-Magazin komplett von 31 Schülerinnen und Schülern der Burda-Journalistenschule konzipiert und geschrieben. Zwei Jahre haben sie auf das Projekt verwandt, mit dem sie vornehmlich die eigene Alterszielgruppe ansprechen wollen. Ob es eine Fortsetzung gibt, steht noch nicht fest.

Weitere Informationen: http://www.burda-news.de/content/bald-am-kiosk-hollyhome

Neue Bitkom-Studie

September 21, 2011

Zwei Stunden pro Tag sind sie durchschnittlich im Netz, die Bundesbürger. 72 Prozent von ihnen nutzen es inzwischen und sehen darin überwiegend Vorteile: 71 Prozent der Nutzer/innen pflegen online Freundschaften, 50 Prozent sprechen von einem Gewinn für ihre berufliche Bildung. Bei der Informationsbeschaffung im Netz sind Webseiten von TV- und Radiosendern sowie von Zeitungen und Zeitschriften besonders beliebt. Das geht aus einer Studie des Internet- und Telekommunikationsbranchenverbandes Bitkom hervor. Die Kehrseite: Als Belastung und Bedrohung empfindet knapp ein Drittel (31 Prozent) der Deutschen die tägliche Flut von Nachrichten und Informationen. Immerhin gab die relative Mehrheit (35 Prozent) an, sich niemals von Informationen überflutet zu fühlen, weitere 30 Prozent.berichten von gelegentlichen Überlastungsgefühlen. Dabei gibt es deutliche Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen: je älter, desto eher genervt. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Aris mehr als 1.000 Bürger/innen.

Weitere Informationen: http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/64026_69267.aspx

Journalismus auf dem „dritten Weg“

September 21, 2011

„Wer die journalistische Zukunft im Netz wirklich heraufbeschwören will, muss bereit sein, den Beruf gleich neu zu erfinden“, meint Journalismus-Professor Stephan Weichert (Macromedia-Hochschule, Hamburg) und fasst in einem Beitrag für die NZZ Positionen und Entwicklungen über den „Journalismus2.0“ zusammen. Weichert sieht die journalistische Perspektive in einem „dritten Weg“: die Trennung von professionellem Journalismus und Medien und die Etablierung journalistischer Arbeit als eigenständige Institution, finanziert über medienunabhängige Geldgeber wie zum Beispiel Stiftungen.

Zum Artikel: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/journalist_20_1.11927898.html