Arabische Frühlingsgefühle: Tunesien ein Jahr nach der Revolution

Der Arabische Frühling begann in Tunesien: Als Zine el-Abidine Ben Ali am 14. Januar fluchtartig sein Land verließ, brachte zum ersten Mal in einem arabischen Land die Rebellion der Zivilgesellschaft das Regime zu Fall. Ein glorreicher Tag für die Demokratie. Aber ob das Land wirklich auf eine freie Gesellschaft zusteuert, zeigt sich erst Ende Oktober, wenn die verfassunggebende Versammlung gewählt wird. Zugleich bergen die Jasmin-Revolution und ihre Nachbeben große Unwägbarkeiten – für Politik, Gesellschaft und Ökonomie.

Journalists.network möchte in Tunis von Entscheidungsträgern der neuen Regierung erfahren, wie sie eine dauerhafte Demokratie aufbauen wollen. Wir sprechen mit Jugendlichen der Facebook-Generation, die sich über das Internet zu den Protesten verabredeten und das Nadelöhr für die Übermittlung von Informationen nach außen waren. Außerdem interessiert uns, welche Rolle Deutschland beim Aufbau demokratischer Strukturen und der Stärkung der Zivilgesellschaft in Tunesien übernimmt.

Tunesien befindet sich auch wirtschaftlich im Wandel. Was erwarten Unternehmer und Investoren von einer neuen Regierung? Während die Tourismusbranche strauchelt, könnte das an Ressourcen arme nordafrikanische Land eine entscheidende Rolle in der zukünftigen Energieversorgung Europas spielen. Wir sprechen mit deutschen Investoren darüber, wie Strom aus Wind und Sonne möglicherweise zum wichtigsten Exportgut Nordafrikas werden könnte.

An der Recherchereise können zehn Journalistinnen und Journalisten teilnehmen, die nicht älter als 35 Jahre sind. Wer von einer Redaktion geschickt wird oder hauptsächlich für diese Beiträge realisiert, zahlt 600 Euro; Selbstzahler, Volontäre und Journalistenschüler zahlen 500 Euro. In den Kosten enthalten sind Flüge, gemeinsames Programm inklusive Transport sowie Unterkunft im Doppelzimmer mit Frühstück. Der Abflug erfolgt ab Berlin, Frankfurt oder München, die An- und Abreise vom und zum Flughafen ist von jedem selbst zu tragen. Die Bedingungen für die Teilnahme an unseren Reisen stehen unter http://journalists-network.org/reise.

Die Bewerbung ist bis zum 25. September 2011 per E-Mail an tunesien@journalists-network.org zu richten. Sie besteht aus einem Lebenslauf, bis zu drei Arbeitsproben (bei TV und Hörfunk reichen Manuskripte) sowie einem kurzen Motivationsschreiben, aus dem auch hervorgeht, in welcher Form die Rechercheergebnisse anschließend veröffentlicht werden sollen. Eine Bestätigung erhaltet ihr unmittelbar nach Ende der Bewerbungsfrist.

Die Reise wird von Tabea Grzeszyk (Deutschlandradio Kultur) und Sandra Zistl (FOCUS Online) organisiert und begleitet. Gefördert wird sie von der Hanns-Seidel- Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Kabelhersteller Leoni, dem Touristikunternehmen TUI sowie dem tunesischen Fremdenverkehrsamt.

Für Fragen stehen sie unter tunesien@journalists-network.org gerne zur Verfügung. Mehr Infos sowie die Berichte vergangener Reisen auch online unter http://www.journalists-network.org sowie auf http://www.facebook.com/journalists.network, http://twitter.com/j_network und http://www.delicious.com/j_network.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: