Archive for Juni 2011

Mentorenprogramm geht in die nächste Runde

Juni 30, 2011

Du hast bereits erste Erfahrungen im Journalismus gesammelt? Du weißt, dass der Beruf genau das Richtige für dich ist? Du stehst kurz vor deinem Schulabschluss oder hast gerade dein Studium begonnen? Dann ist das Mentorenprogramm vom Netzwerk JungeJournalisten.de und der Jugendpresse Deutschland deine Unterstützung für den Sprung in den professionellen Journalismus. Bewirb dich bis zum 15. Juli um einen der begehrten Plätze. Weitere Infos findest du auf http://www.jugendpresse.de.

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Anmeldefrist für European Youth Media Convention verlängert

Juni 30, 2011

Daheim sitzen, Däumchen drehen und TV gucken? Oder nicht doch lieber mit internationalen Nachwuchsjournalisten diskutieren und spannende Beiträge produzieren? Bewerbt euch noch schnell bis zum 5. Juli für die European Youth Media Convention vom 3. bis 6. August in Berlin. Weitere Infos findest du unter http://www.jugendpresse.de.

Grimme Online Award für Datenjournalismus

Juni 28, 2011

Mit dem Grimme Online Award wurden in der Kategorie „Spezial“ in diesem Jahr zwei Projekte ausgezeichnet, die mit den Methoden des Datenjorunalismus arbeiten.

Prämiert wurde das GuttenPlag Wiki, dass die Plagiate in der Dissertation des vormaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg dokumentiert. Mehr als 1.000 Freiwillige haben bei diesem Crowd-Sourcing mitgewirkt.

Ferner wurde das bei ZEIT online veröffentlichte Stück „Verräterisches Handy: Was Vorratsdaten über uns verraten“ ausgezeichnet. Auf der Basis der über Malte Spitz (Die Grünen) gesammelten Vorratsdaten, die in Form einer Datentabelle vorlagen, wurde eine interaktive Landkarte erstellt, aus der Aufenthaltsorte, Telefonate und SMS des Politikers nachvollzogen werden können.

Grimme Online Award 2011:
http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=7 ,
http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1122#c8530 .

GuttenPlag Wiki: http://de.guttenplag.wikia.com/ .

Verräterisches Handy: Was Vorratsdaten über uns verraten: http://www.zeit.de/vorratsdaten .
Rohdaten: https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0An0YnoiCbFHGdGp3WnJkbE4xWTdDTVV0ZDlQeWZmSXc&hl=en_GB&authkey=COCjw-kG .
Interaktive Karte: http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten .

Einladung zum Besuch bei Focus TV

Juni 28, 2011

Der Verband bayerischer Jungjournalisten (VBJJ) e. V. lädt am 20. Juli 2011 um 18.00 zum Besuch beim der Fernsehproduktionsfirma Focus TV. Bei einer Diskussion mit dem Chefredakteur Matthias Pfeffer hast Du die Möglichkeit hinter die Kulissen dieser Fernsehsehproduktionsfirma zu blicken und Fragen zu stellen. Vor seinem Wechsel nach München arbeitete Matthias Pfeffer u. a. bei Spiegel TV, Sat.1 und Studio Hamburg.

Der Veranstalter Verband bayerischer Jungjournalisten e. V. (VBJJ) ist ein Verein in dem Nachwuchsjournalisten und Mitarbeiter von Jugendmedien organisiert sind. Hauptaufgabe des Verbandes ist die Aus- und Weiterbildung des journalistischen Nachwuchses.

Treffpunkt: Focus TV, Arabellastraße 23, 81925 München

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig. Bei Interesse oder bei Fragen meldet Euch bitte unter 0179-5128670 oder per Mail.

Einladung zum Besuch bei der Zeitschrift GQ

Juni 28, 2011

Der Verband bayerischer Jungjournalisten (VBJJ) e. V. lädt am 29. Juni 2011 um 18.30 zum Besuch beim der Zeitschrift GQ. Bei Diskussion mit dem Chefredakteur José Redondo-Vega hast Du die Möglichkeit hinter die Kulissen dieser Zeitschrift zu blicken und Fragen zu stellen. Vor seinem Wechsel zum Condé Nast Verlag war José Redondo-Vega Chefredakteur beim kressreport. Seine Karriere begann er bei der GALA und der MAX.

Der Veranstalter Verband bayerischer Jungjournalisten e. V. (VBJJ) ist ein Verein in dem Nachwuchsjournalisten und Mitarbeiter von Jugendmedien organisiert sind. Hauptaufgabe des Verbandes ist die Aus- und Weiterbildung des journalistischen Nachwuchses.

Treffpunkt: Condé Nast Verlag, Karlstraße 23, 80333 München

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig. Bei Interesse oder bei Fragen meldet Euch bitte unter 0179-5128670 oder per Mail.

Du willst von der IFA bloggen? In Text, Bild und Video? Bewirb dich für das TecWatch-Blog!

Juni 26, 2011

Die Fraunhofer Gesellschaft, die Messe Berlin und die Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB) suchen junge Medienmacher für die Messe-Lehrredaktion Technikjournalismus

Wo?
Auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

Wann?
Vom 30. August bis 7. September 2011

Wer?
Fünf Nachwuchsjournalisten/innen mit …
* Erfahrungen im Print- oder Online-, gerne auch im Audio- und Videojournalismus
* Spaß am Fotografieren
* Engagement und Kreativität
* Interesse für Technik- und Medien-Themen
* Freude an Teamarbeit

Was wird geboten?
* Praxis im crossmedialen Arbeiten
* Erfahrung in Redaktions- und Projektmanagement
* Veröffentlichung auf einer professionellen Plattform
* zwei Tage Vorbereitungs-Workshop vor Messebeginn, davon ein Tag Videojournalismus
* kompetente Betreuung und konstruktives Feedback
* die Chance, eigene Ideen zu verwirklichen und Neues auszuprobieren
* das Live-Erlebnis der 51. Internationalen Funkausstellung
* Fahrtkosten nach Berlin plus Unterkunft und Verpflegung
* eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro für die Nachwuchsjournalisten

Interesse?
Die Voraussetzungen und weitere Informationen findest Du unter www.njb-online.de <http://www.njb-online.de/du-willst-von-der-ifa-bloggen-in-text-bild-und-video-bewirb-dich-fur-das-tecwatch-blog/>.

Bewerbungsschluss ist Freitag, der 01. Juli 2011.

Einladung zum bilateralen Rechercheprogramm „Deutsche und russische Jugend“

Juni 26, 2011

Zeitraum: vom 25. – 29. Oktober in Moskau und vom 22. – 26. November 2011 in Berlin

Das Pressenetzwerk für Jugendthemen lädt Journalisten und Fachkräfte der Jugendhilfe zu einem Rechercheprogramm sowohl in Moskau als auch in Berlin ein. Die Kollegen wollen herausfinden und publizistisch betrachten, was junge Russen und junge Deutsche verbindet oder auch trennt, und was wir voneinander lernen können. Über allen Recherchen wird die Frage nach „Helden“ in Russland und in Deutschland stehen. Die Berichte der Teilnehmenden sollen Anstoß geben für neue Ideen, Impulse setzen und die Jugendszenen unserer Gesellschaften bereichern. Ausführliche Informationen zu dem Programm stehen auf der PNJ-Website http://www.pressenetzwerk.de bereit. Da findet sich auch die Ausschreibung für einen weiteren deutsch-russischen Video-Workshop, der sich an jüngere Kolleginnen und Kollegen richtet.

Journalist im Norden Russlands ermordet

Juni 23, 2011

Moskau (AFP) – In Russland ist erneut ein Journalist getötet worden. Der Fernsehreporter Anatoli Bitkow wurde am Mittwoch tot in seiner Wohnung in der Stadt Magadan im Norden Russlands gefunden, wie die Ermittlungsbehörden mitteilten. Der 37-Jährige, der der Chefredakteur des Regionalsenders Kolyma Pluys war, starb demnach an mehreren Stichverletzungen. Nach Einschätzung der Ermittler hängt der Mord nicht mit der journalistischen Arbeit des Opfers zusammen, es werde aber in alle Richtungen ermittelt. In Russland werden immer wieder Journalisten bedroht, brutal angegriffen oder getötet, vor allem im unruhigen Nordkaukasus. Im Oktober 2006 war die kremlkritische Journalistin Anna Politkowskaja im Treppenhaus ihres Moskauer Wohnhauses erschossen worden.

Recherche Online und Offline: wie sie besser gelingt.

Juni 21, 2011

Recherche ist der Ursprung jedes journalistischen Beitrags. Weil dabei aber immer wieder Probleme und Hindernisse auftauchen, bot die Fachgruppe Junge ihren Mitgliedern ein Rechercheseminar an. Zwei Experten verrieten, wie man am besten an Informationen gelangt.

Journalisten finden gerne heraus, was andere geheim halten wollen. Klaus Ott kann das. Er bildet mit zwei Kollegen das Ressort Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung. Mehrfach ist es ihm gelungen, zum Beispiel Fälle von Wirtschaftskriminalität zu enthüllen. Wie er dabei vorgegangen ist, erklärte Klaus Ott den 15 Teilnehmern im ersten Teil des eintägigen Rechercheseminars der Fachgruppe Junge im PresseClub München. Vor allem ging er jedoch auf Fragen ein und beschrieb, worauf es bei guter Recherche ankommt. Zunächst müssen gute Ansprechpartner gefunden werden. „Wenn man einen Hinweis hat“, sagt Klaus Ott, „überlegt man, wer Interesse daran haben könnte, dass etwas offen gelegt wird.“ Wichtig seien Kontakte in der Justiz und bei Ermittlungsbehörden. „Am Ende erkundige ich mich bei jedem Gesprächspartner, wen ich noch fragen könnte.“

„Der Quellenschutz ist absolut“: SZ-Journalist Klaus Ott.

Schwierig sei es oft, zu Informanten Vertrauen aufzubauen. Dazu müsse zum einen absoluten Quellenschutz zusichern. Zum anderen könne es helfen, dem Informanten Arbeitsproben zu geben. Vor allem sei aber die Ansprache wichtig. „Man muss dem Informanten sagen, dass das Gespräch dazu dient, die Sache besser zu verstehen und einzuordnen“, sagt Ott. „Ich erkläre meist, dass ich noch andere Gespräche führe und dieses hier zur Abrundung dient.“ Die Teilnehmer fragten auch nach dem Umgang mit Pressestellen. „Man sollte Pressesprecher immer mit dem Ergebnis der Recherche konfrontieren“, sagt Klaus Ott. So gehe man sicher, dass nichts fehlt und gebe dem Gegenüber die faire Möglichkeit, sich zu äußern.

Im zweiten Teil des Seminars ging es um Online-Recherche. Thomas Pfeiffer, freier Autor und Medienpädagoge, stellte Strategien vor, die bei der Suche im Internet schnell und präzise zum Ziel führen. Zunächst zeigte er, wie man Suchmaschinen optimal nutzt. Um möglichst passende Treffer im Web zu finden, dürfe man keine Fragen stellen. „Man muss“, sagt Pfeiffer, „immer mögliche Teile der Antwort vorwegnehmen.“ Wenn man das Dateiformat einschränke oder einen Zeitraum für die gewollten Ergebnisse festlege, werde die Suche noch genauer. Außerdem bieten Suchmaschinen noch andere Funktionen. Um Trends aufzuspüren, kann man zum Beispiel auswerten, wann bestimmte Begriffe wie häufig gesucht wurden.

„Frage nicht, antworte!“: Autor und Medienpädagoge Thomas Pfeiffer

Ebenso wichtig wie die Suche ist das Verwalten und Archivieren der Ergebnisse. Thomas Pfeiffer empfahl, bei einmal gefundenen Quellen einen Dienst – wie zum Beispiel RSS – zu abonnieren. So könne man anschließend gezielt diese Quellen durchsuchen. Vor allem bei Expertenblogs zu bestimmten Fachgebieten sei das hilfreich. Außerdem helfe es, die Ergebnisse nachzuvollziehen. Denn wie bei der Offline-Recherche, so sei auch Online eine sorgfältige Dokumentation notwendig.

Text & Fotos: chp

„Man muss Social Media leben“

Juni 20, 2011

Wie verändern Social Media den Journalismus? Community-Manager wird es nicht geben, aber Journalisten müssen deutlich an Eitelkeit verlieren. Thesen wie diese diskutierte ein Podium der Fachgruppe Junge an der Universität Passau.

Da steckt doch nur Quatsch drin. In Facebook, in Twitter, im Social Web. Für den Dozenten und Autor Christian Jakubetz sind das diffuse Ängste und Vorurteile. Um Studenten in Medienstudiengängen zu zeigen, was das soziale Netz tatsächlich für die journalistische Arbeit bedeutet, diskutierte er zusammen mit Ralf Hohlfeld auf einem Podium der Fachgruppe Junge an der Universität Passau. Ralf Hohlfeld ist dort Professor für Kommunikationswissenschaft. Auch er teilt die Vorurteile nicht, sondern sieht Social Media als große Chance für den Journalismus.

Zunächst in der Recherche. „Wenn man weiß, wer im Web zu einem Thema Experte ist, kommt man oft schneller zu guten Ergebnissen als auf dem klassischen Weg.“ Zum Beispiel könne die Suche in sozialen Netzwerken teilweise die Recherche bei der Polizei oder anderen Ämtern vereinfachen oder sogar ersetzen. Bisher mache das vor allem der Boulevard-Journalismus vor – mit fragwürdigen Ergebnissen wie Opferfotos aus Facebook. „Social Media haben das Witwenschütteln leichter gemacht“, sagt Hohlfeld. Andere Dienste wie Twitter würden beispielsweise in Krisensituationen helfen, ein schnelles Bild der Lage zu gewinnen.

„Der Beruf des Communitymanagers ist so unsexy“: Professor Ralf Hohlfeld (links) und Christian Jakubetz

Dabei reicht es aber meist nicht, nur zu lesen. Christian Jakubetz fordert, dass Journalisten sich trauen müssen, ihre Nutzer online zu fragen. „Es gibt immer noch das Selbstverständnis: Wir haben die Information und geben sie weiter“, sagt Jakubetz. Dabei vergebe man eine Chance. „Es ist nur journalistisch, zu fragen: Wisst ihr was?“ Für viele Redakteure verlange das ein Umdenken. Jakubetz glaubt, dass Journalisten an Eitelkeit verlieren müssen. „Es schadet nicht“, sagt er, „im sozialen Netz ab und zu eine drauf zu kriegen.“ Ralf Hohlfeld pflichtet ihm bei. „Vor zwanzig Jahren haben Journalisten ihr Publikum verachtet. Erst seit dem Social Web lernen sie Demut.“ Dazu gehört laut Jakubetz auch, zum Beispiel bei der Themenauswahl transparenter zu werden.
Zum anderen verändern die sozialen Netze die Vermarktung des Journalismus. Hier müsse man dem Nutzer auf Augenhöhe begegnen und ihm Angebote machen, meint Ralf Hohlfeld.

Christian Jakubetz sagt: „Der Journalist als Marke wird überall gepredigt, ist aber kein Rezept.“ Dennoch müssten sich vor allem freie Journalisten auf eine Vermischung von Privat- und Berufsleben einlassen. „Man muss Social Media leben“, sagt Jakubetz. „Das heißt, dass ich auch abends noch reagiere, wenn auf meinem Blog eine Diskussion tobt.“ Auch in Redaktionen müsse das jeder Journalist tun. Community-Manager werde es nicht geben. „Jeder Journalist sollte Dialoge verwalten können“, sagt Hohlfeld. „Der Community-Manager ist kein belastbares Berufsbild, das geht in die falsche Richtung. Und es ist so unsexy.“

Text & Foto: chp