Die oft lästige Autorisierung: DJV-Leitlinien für Interviews

Der Deutsche Journalisten-Verband hat erstmals Leitlinien zur Autorisierung von Interviews herausgegeben. Auf 16 Seiten zeigt eine gerade erschienene Broschüre in der Reihe DJV Wissen 16 auf, was Journalistinnen und Journalisten bei Interviews beachten sollten und wie weit die Autorisierung gehen darf. Grundlage der Broschüre sind die im September 2010 vom DJV-Gesamtvorstand beschlossenen „Leitlinien für Interview-Autorisierung“.

Die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser wertete die Broschüre als „nützliches Nachschlagewerk bei kritischen Fällen. Redaktionen können mit Hilfe der Broschüre leicht ihre eigenen Regeln für die Autorisierung aufstellen.“ Sie ergänzte: „Der DJV beantwortet damit viele Fragen zum Autorisierungsanspruch.“

Seit die taz 2003 Passagen eines Interviews mit dem damaligen SPD-Generalsekretär Olaf Scholz geschwärzt hat, die auf Wunsch der SPD-Pressestelle verändert werden sollten, hat sich wenig an der Interviewpraxis in Deutschland geändert – auch wenn sich viele Zeitungen und der DJV damals mit der taz solidarisierten.

Viele Journalisten haben sich darauf eingestellt, dass es Änderungswünsche geben könnte. Aber gilt nun das gesprochene Wort oder hat der Befragte ein Recht auf Freigabe seiner ursprünglichen Aussagen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in der DJV-Broschüre. In gedruckter Form ist bei der DJV-Geschäftsstelle Bonn kostenlos erhältlich (E-Mail: ber@djv.de). Oder als Download auf der Seite des DJV: http://www.djv.de.

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