Konferenz „Bildkorrekturen – Globale Finanzkrise und Entwicklung“ von 25. – 27.11.

Die anhaltende globale Finanzkrise, die 2007 ihren Ursprung in den Industrieländern nahm, hat spürbare Folgen für die Volkswirtschaften der in Entwicklung befindlichen Länder Afrikas, Asiens und Südamerikas: Preisverfall auf dem Weltrohstoffmarkt gekoppelt mit einem Rückgang der Rohstoffnachfrage und explodierende Kreditkosten auf den internationalen Finanzmärkten führen zu sinkenden Einnahmen und Liquiditätsproblemen im Staats- und Privatsektor. All dies bewirkte in den zurückliegenden zwei Jahren eine Verlangsamung der Durchschnittsrate des Wirtschaftswachstums. Brasilien, China und Indien, die Zugpferde der globalen Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre waren, bleiben von den Krisen nicht unberührt. Da mit der Finanzkrise auch die Überzeugungskraft des bisherigen neoliberalen Konzepts nach „Bretton Woods“ schwindet, wird gerade von diesen Schwellenländern eine aktive Rolle bei der Gestaltung einer neuen globalen Finanzarchitektur erwartet.
Im Eröffnungsvortrag „Über den Zusammenhang zwischen dem geltenden Weltfinanzsystem und der globalen Finanzkrise“ wird Prof. Dr. Wim Naude (United Nations University, World Institute for Development Economics Research) auf die Frage eingehen, welche entwicklungspolitischen Konsequenzen von den Krisenstrategien der westlichen Industrieländer und der multilateralen Finanzinstitutionen zu erwarten sind. Paulo Paiva und Baran Han skizzieren anschließend die in Brasilien und Südkorea eingeleiteten Wirtschaftsreformen, deren Ziel es ist, der Krise zu begegnen und eine langfristige nachhaltige Entwicklung einzuleiten.
Entlang folgender konkreter Fragestellung werden junge deutsche Journalisten in Welt-Cafés, Workshops und Plenarsitzungen mit Experten und Journalisten aus dem Ausland über die Herausforderungen und Chancen der globalen Finanzkrise für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Schwellen und Entwicklungsländern diskutieren:
– Wer profitiert von der Krise (cui bono)?
– Kann es den Entwicklungsländern gelingen, durch Kooperation im Finanzund Handelsbereich (z.B. regionale Wirtschaftsintegration), den Verlust bei den Exporteinnahmen infolge der Finanzkrisen wieder wettzumachen?
– Gibt es alternative Quellen zur Sicherung von Entwicklungsfinanzierung?
– Wo wird wie investiert, um aus der Krise herauszukommen und nachhaltige und inklusive Entwicklung zu sichern?
– Wie berichten Journalisten über das komplexe Phänomen globale Finanzkrise? Wie kann es gelingen, Medien und Rezipienten in Deutschland für Themen aus dem Bereich Wirtschaft in Entwicklungsländern (die breitere Hintergrunddarstellung benötigen und auf die die „klassischen“ Nachrichtenfaktoren kaum zutreffen) zu interessieren?
– Welche spezifischen Anforderungen stellt die Beichterstattung über Themen aus den Bereichen Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung? Wie könnte die Qualität der Berichterstattung hier erhöht werden?
Wann: 25.-27. November 2010 (Donnerstag bis Samstag)
Wo: InWEnt-Bildungszentrum Feldafing am Starnberger See
Kosten: 20,- Euro (inkl. Unterkunft und Verpflegung), Reisekosten sind selbst zu tragen.
Anmeldung und weitere Infos: julia@schmitt-thiel.de
Das ausführliche Programm gibt es ald Pdf unter www.julia.schmitt-thiel.de
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