Wenn das Smartphone zur Jobfessel wird

Interessanter Artikel über ständige Verfügbarkeit auf ZEIT online: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-07/ankuendigung-zon-talk-arbeitssucht. Denn: Jeder zweite Arbeitnehmer liest im Urlaub seine Mails. Im Interview beschreiben ein Arbeitspsychologe und eine Karriereexpertin, warum das Abschalten so schwer ist.

 ZEIT ONLINE: Welche Rolle spielen moderne Kommunikationsmittel – sind sie Chance für eine bessere Balance, weil Arbeit prinzipiell von überall möglich wird, oder bergen sie eher das Risiko, dass Arbeit rund um die Uhr stattfindet?

Experte: Bestimmt haben die modernen Kommunikationsmittel beide Potenziale. Man muss nicht mehr im Büro sitzen, bloß weil noch eine Nachfrage oder ein Auftrag zu erwarten ist. Da kann man auch abends E-Mails checken oder den Anruf auf dem Handy entgegennehmen. Das Problem ist allerdings, dass Erreichbarkeit süchtig machen kann. Studien zeigen, dass wir bei jeder Nachricht emotional stark reagieren. Man fühlt sich gebraucht, gefragt, unabkömmlich. Durch die modernen Kommunikationsmittel gibt es nun die Möglichkeit, dass wir uns diesen Kick überall holen. Man ist zwar körperlich anwesend, aber geistig eigentlich fast immer beim Job. Arbeitgeber finden das vielleicht von Vorteil, aber gesund ist das nicht. Bisher haben wir gelernt, wie wir die moderne Kommunikationsmittel nutzen können. Jetzt müssten wir noch lernen, selbst aktiv zu entscheiden, wann es gut für uns ist und wann nicht.

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