Archive for Juli 2010

Wenn das Smartphone zur Jobfessel wird

Juli 31, 2010

Interessanter Artikel über ständige Verfügbarkeit auf ZEIT online: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-07/ankuendigung-zon-talk-arbeitssucht. Denn: Jeder zweite Arbeitnehmer liest im Urlaub seine Mails. Im Interview beschreiben ein Arbeitspsychologe und eine Karriereexpertin, warum das Abschalten so schwer ist.

 ZEIT ONLINE: Welche Rolle spielen moderne Kommunikationsmittel – sind sie Chance für eine bessere Balance, weil Arbeit prinzipiell von überall möglich wird, oder bergen sie eher das Risiko, dass Arbeit rund um die Uhr stattfindet?

Experte: Bestimmt haben die modernen Kommunikationsmittel beide Potenziale. Man muss nicht mehr im Büro sitzen, bloß weil noch eine Nachfrage oder ein Auftrag zu erwarten ist. Da kann man auch abends E-Mails checken oder den Anruf auf dem Handy entgegennehmen. Das Problem ist allerdings, dass Erreichbarkeit süchtig machen kann. Studien zeigen, dass wir bei jeder Nachricht emotional stark reagieren. Man fühlt sich gebraucht, gefragt, unabkömmlich. Durch die modernen Kommunikationsmittel gibt es nun die Möglichkeit, dass wir uns diesen Kick überall holen. Man ist zwar körperlich anwesend, aber geistig eigentlich fast immer beim Job. Arbeitgeber finden das vielleicht von Vorteil, aber gesund ist das nicht. Bisher haben wir gelernt, wie wir die moderne Kommunikationsmittel nutzen können. Jetzt müssten wir noch lernen, selbst aktiv zu entscheiden, wann es gut für uns ist und wann nicht.

Rechercheseminar zum Thema Medien und Macht bei der Bild-Zeitung in Hannover

Juli 30, 2010

Wie gehen die Macher mit der (Meinungs-)Macht um? Wie leben sie mit der Kritik an ihrem Medium? Wie wird man eigentlich zum Bild-Reporter und vor allem, warum? Die Jugendpresse Niedersachsen besucht vom 1. bis 3. Oktober die Redaktion der Bild-Zeitung in Hannover, redet mit dem Niedersachsen-Redakteur Dirk M. Herrmann  und lernt, wie man im typischen Bild-Stil schreibt.  Weitere Infos findest du auf:  http://www.jungepresse-online.de/index.php?option=com_seminare&section=anmelden&seminarId=48.

Jobs über Jobs über Jobs…

Juli 30, 2010

Vier neue Ausschreibungen findest du auf der Homepage der Jugendpresse Deutschland: Gesucht wird jemand für das Sekretariat der Jugendpresse Deutschland, eine Projektleitung für den Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2011, eine Projektleitung für den Presseball junger Journalisten und eine Projektassistenz für die Jugendmedientage. Weitere Informationen findest du unter http://www.jugendpresse.de/jobs.

Meine Erinnerung, unsere Erinnerung – europäisches Gedächtnis

Juli 30, 2010

„Erinnerst du dich noch an deinen ersten Schultag? Erinnerst du dich noch daran, was du zu dem Zeitpunkt gemacht hast, als die Berliner Mauer und damit der Eiserne Vorhang fiel?“

Mit deinen Gedanken an diese Tage bist du nicht allein. Es waren Ereignisse, die im Gedächtnis blieben. Andere Erlebnisse dagegen vergessen oder verdrängen wir sogar. Im Rahmen der European Youth Media Convention wollen wir uns mit der Erinnerungskultur von Individuen und Gesellschaften beschäftigen. Am Beispiel der friedlichen Revolution in Osteuropa lernen wir verschiedene Formen der Erinnerung kennen, z.B. Zeitzeugenberichte oder Mahnmale. Hast du Lust gemeinsam mit uns auf die Suche nach individuellen und kollektiven Erinnerungen zu gehen?

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Jugendpresse Deutschland und die European Youth Press laden dich und 24 junge Medienmacher/innen aus ganz Europa zu dem Kongress mit dem Thema „Meine Erinnerung, unsere Erinnerung – europäisches Gedächtnis“ ein. Neben Vorträgen von Experten kommst du selbst zu Wort: Als Vertreter/in deines Landes wirst du den anderen Teilnehmern/innen von Erinnerungen deiner Region berichten. Du lernst weitere europäische Sichtweisen der Geschichte kennen und tauschst dich mit den anderen jungen Medienmachern/innen aus. Anschließend produzierst du in verschiedenen Workshops eigene Beiträge. Je nach Interesse kannst du zwischen Print, Radio, TV und Fotografie wählen.

Die European Youth Media Convention findet vom 3. bis 6. November 2010 in Berlin statt. Die Teilnahme an dem Kongress ist kostenlos, allerdings müsst ihr die Reisekosten selbst tragen. Sowohl Unterkunft als auch Verpflegung werden gestellt. Schicke deine Bewerbung mit Lebenslauf (inklusive deiner bisherigen Medienerfahrung) und einem kurzen Motivationsschreiben bis zum 10. August an eymc[at]jugendpresse.de.

Studenten aus Südosteuropa erfahren Europa – Blog mit internationalen Reiseerfahrungen

Juli 29, 2010

Europa erfahren: 150 Studenten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sind zu einer vierwöchigen Reise durch die Länder der Europäischen Union aufgebrochen. Herausragende Studenten aus den Staaten des Westlichen Balkans erhalten so die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, ihr Verständnis für europäische Strukturen zu erweitern und sich untereinander kennenzulernen. Insgesamt sechs Studenten aus den teilnehmenden Ländern dokumentieren ihre Erlebnisse in einem Blog: http://blog.boschstiftung-portal.de/europa-erfahren/

Das Programm „Europa erfahren“ wird seit 2007 von der Robert Bosch Stiftung gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Balkan Trust for Democracy in Belgrad sowie zivilgesellschaftlichen Institutionen aus den teilnehmenden Ländern der Region Südosteuropa durchgeführt.

Zielgruppe sind die besten Studenten dieser Länder, die Tagegeld, Krankenversicherungen, Interrail-Tickets und (soweit erforderlich) kostenlose Schengen-Visa erhalten, um die Länder der Europäischen Union zu bereisen. Angesprochen sind insbesondere Studenten, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, das europäische Ausland aus eigenem Erleben kennenzulernen.

http://blog.boschstiftung-portal.de/europa-erfahren
http://www.bosch-stiftung.de/europaerfahren

Europa – Polen und Deutschland – Oberschlesien.

Juli 28, 2010

Die Facetten des Journalismus auf europäischer, (bi)nationaler und regionaler Ebene

12. – 17. September 2010

Seit 2005 lädt das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit zur Deutsch-Polnischen Journalismus-Akademie nach Oberschlesien, um jungen Journalismusbegeisterten in Form von Referaten, Podiumsdiskussionen und Schreibworkshops unter Teilnahme von bekannten Journalisten einerseits sowie Redaktionsbesuchen und praktischen Workshops andererseits einen spannenden Einblick in die Welt der Medien zu bieten. Innerhalb von sechs Tagen vertiefen die Teilnehmer ihr journalistisches Wissen und erhalten einen Überblick über das journalistische Handwerk auf der europäischen bis zur regionalen Ebene. Außerdem erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sowohl Oberschlesien als auch internationale Kollegen kennen zu lernen. Um die jeweils zehn Plätze für deutsche und polnische Teilnehmer bewerben können sich junge (angehende) Journalisten aber auch an Studenten eines damit verwandten Studienganges zwischen 19 und 26 Jahren. Deutsch-polnische Simultan- oder Konsekutivübersetzung werden während des offiziellen Programms angeboten. Zur Ermöglichung der Kommunikation der Teilnehmer untereinander sind Englischkenntnisse von Vorteil.  

Voraussetzung für die Teilnahme ist einzig die Zusendung des Lebenslaufes und eines Beispiels der bisherigen journalistischen Arbeit bzw. eines Textes zu dem Thema „Journalismus im globalisierten 21. Jahrhundert: Europa – Polen und Deutschland – Oberschlesien“ (max. 8.000 Zeichen).
Die Teilnahme ist kostenlos (Unterkunft im Doppelzimmer, Verpflegung). Für die Reisekosten muss selbst aufgekommen werden. Bewerbungsschluss ist der 29. August.  Ausführliche Informationen gibt es auf der Homepage www.haus.pl.

Hessischer Klimapreis 2010

Juli 28, 2010

Zur Teilnahme aufgerufen sind Journalismusstudenten, Volontäre sowie junge berufstätige Journalisten und Journalistinnen bis 35 Jahre aus den Bereichen Print/Online und Hörfunk.

Schickt Beiträge zum Thema Klimaschutz! Gewünscht sind kreative und originelle Beiträge, die die bisweilen komplexen Zusammenhänge rund um das Thema verständlich machen. Die Bewältigung des Klimawandels und die Sicherung einer zukunftsfähigen Energieversorgung sind zentrale Themen  in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Bereits heute beeinflusst der beobachtete Klimawandel zunehmend die Lebensgewohnheiten unserer Bevölkerung. Die Finanzkrise hat gezeigt, wie bedeutsam die Investition in nachhaltige Werte und eine zukunftsfähige Technologie ist.

Einsendeschluss ist Freitag, der 15. Oktober 2010. Das Datum des Poststempels zählt.

Die Preise im Gesamtwert von 3.000 € werden im Rahmen des Hessischen Klimaschutzforums 2010 am 25.11.2010 in Darmstadt verliehen. Alle weiteren Infos unter: http://www.klimaschutzforum-hessen.de./index.php?id=27.

Fernsehen im Urwald

Juli 27, 2010

Dem Fernsehen im Internet, genannt IP-TV, gehört die Zukunft. Das behauptet „Welt der Wunder“-Produzent Hendrik Hey bei einem Besuch der Fachgruppe Junge in seiner Redaktion. Dabei ist längst nicht klar, wie man damit Geld verdient.

„Ich habe investigativen Journalismus gemacht, aber was bringt das? Mit WdW können wir den Leuten Lösungen geben und so etwas verändern.“ Hendrik Hey hält viel von „Welt der Wunder“ (WdW), dem Wissensformat, das vor 14 Jahren als Pionier dieses Genres zum ersten Mal auf dem Sender Pro7 lief. 2005 wechselte WdW zu RTL II. „Man missioniert nicht in der Kirche, sondern im Dschungel“, sagt Hey über diesen Schritt.

Verhältnisse wie im Urwald herrschen offenbar auch im Internet, denn dort hat WdW ebenso Fuß gefasst. Mit „wdwip.tv“ produziert Heys Team interaktives Internetfernsehen, bei dem die Nutzer live kommentieren können und die Moderatoren in Echtzeit auf das Publikum reagieren. Dabei geht es um Themen, „die den Leuten auf der Seele brennen“, meint Hey. Filmbeiträge gebe es wenig, die Diskussion mit Experten stehe im Mittelpunkt. „JobXL“, eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, ist das Flaggschiff von „wdwip.tv“ – was auch daran liegt, dass es derzeit die einzige Live-Sendung ist.

Hendrik Hey würde gerne mit bild.de kooperieren: „Die haben viel Power und wenig Wissen.“

Wie viele Internetangebote ist auch „wdwip.tv“ bisher nicht rentabel. Für Werber hat es zu wenig Reichweite, etwa 5000 Besucher pro Tag. Die Nutzer wollen nicht zahlen. Der Ausweg heißt „Media Commercial“. Für Firmen wie Möbelhäuser oder Autobauer produzieren Hey und sein Team Internetfernsehen auf den Kanälen der Kunden.  „Dort sind wir kommerzieller Dienstleister“, beschreibt Hey das Konzept. Es sei notwendig, um sich den Luxus der Live-Sendung leisten zu können. Das journalistische Produkt sieht er nicht gefährdet: „Hier im Wilden Westen ist alles erlaubt und das hat nichts mit unserer Sendung zu tun.“

Obwohl ungewiss ist, wie und wann „wdwip.tv“ sich selbst finanzieren kann,  glaubt Hendrik Hey an ein „gigantisches Entwicklungspotenzial“. Dennoch sieht er die Zukunft in den alten Medien. „Wir wollen nicht ewig auf den Rechnern bleiben, sondern ein eigener Fernsehsender werden.“

Text und Foto: chp

Weitere Eindrücke vom Besuch bei „wdwip.tv“ vermittelt Björn Czieslik auf seinem Blog.

Dritte MEDIENHAUS Netzwerk-Tagung am 4. und 5. September 2010 in Frankfurt am Main

Juli 23, 2010

Qualität und Qualifikation – Was braucht der Journalismus?

Journalismus braucht Medien, aber brauchen die Medien noch Journalismus? Im Web 2.0 machen wir alles selbst, die Radios machen gute Laune und die Zeitungen machen immer weniger: Ist Qualität noch der Weg zum Erfolg oder hat Erfolg eine neue Qualität? Warum sehr gute Qualifikation der Weg in die Medien bleiben muss und warum ohne qualifizierte Journalisten die Medien nicht funktionieren, das ist Thema der MEDIENHAUS Netzwerk-Tagung am 4. und 5. September 2010 in der Hörfunkschule Frankfurt.

Als Referentinnen und Referenten sind zu Gast:

• Werner D’Inka  Mitherausgeber der FAZ und Präsident des Frankfurter Presseclub e.V.
• Yvonne Malak  Radio-Programmberatung und Coaching, „my radio”
• Heiko Konrad   Leiter Aus- und Fortbildung, Hessischer Rundfunk
• Nicole Wittig   Schweizer Ausbildungskanal „Radio 105“ und Dozentin Zürcher Hochschule Winterthur
• Udo Seiwert-Fauti  Hörfunkjournalist (z. B. bbc, ARD) und Mitbegründer der Initiative „Fair Radio“
• Dennis Horn   Hörfunkjournalist (z. B. WDR 1LIVE und hr you-fm) und Coach
• Wolfgang Kiesel  Printjournalist und Dozent für Selbstmarketing junger Journalisten, DJV

Die Tagung beginnt am Samstag, den 4. September, um 11:00 Uhr und endet am Sonntag, den 5. September, gegen 15:00 Uhr. Am Samstagabend feiern wir ein Sommerfest im Hof des Medienhauses. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Anmelden kann man sich per E-Mail an seminare@ev-medienhaus.de. Die Teilnahme kostet nur 80,00 Euro, Schüler und Studenten bekommen 50 Prozent Ermäßigung.

Neue kostenlose nr-Broschüre: „Die Einsteiger. Wie aus Praktikanten Journalisten werden“

Juli 23, 2010
Netzwerk Recherche hat eine neue Broschüre zum Thema Berufseinstieg in den Journalismus vorgestellt: „Die Einsteiger. Wie aus Praktikanten Journalisten werden“. Herzstück der Publikation sind 15 Interviews mit Journalistinnen und Journalisten, denen der Berufseinstieg bereits gelungen ist. Sie sind da, wo die Absolventen gerne hin wollen – in den Redaktionen, in den Netzwerken freier Journalisten, im Kreis der Träger anerkannter Journalistenpreise, im Gedächtnis der Chefredakteure und Ressortleiter. Sie berichten in den Interviews aus erster Hand über Weichenstellungen, Glücksfälle und Hürden in ihrer Berufsbiographie. Dabei kommen Print-, Online-, Radio- und TV-Journalisten ebenso zu Wort wie fest angestellte und freiberufliche Journalisten. Die nr-Werkstatt enthält auf rund 180 Seiten außerdem Essays von namhaften Journalisten-Ausbildern, das Protokoll eines Bewerbungsmarathons, ein Interview mit dem Personalchef von Gruner+Jahr sowie weitere Erfahrungsberichte. Die Werkstatt steht online und kann kostenlos heruntergeladen werden:
http://www.netzwerkrecherche.de/Publikationen/nr-Werkstatt/17-Einsteiger/.