Archive for Juni 2010

Die Zukunft der Artisten

Juni 22, 2010

Die „Süddeutsche Zeitung“ macht einen neuen Regionalteil und streitet über die Frage, wieviel Personal guter Journalismus braucht… Link zum Artikel: http://www.zeit.de/2010/25/Sueddeutsche-Zeitung.

World Congress des International Press Institute

Juni 19, 2010

Sa.-Di., 11.-14.09.2010, Wien und Bratislawa.

Unter dem Leitsatz „Thinking the Unthinkable: Are We Losing the News? – Media Freedom in the New Media Landscape“ laedt das International Press Institute (IPI) zum Kongress, der in Wien und in Bratislawa stattfindet.

Für Anmeldungen bis zum 01. Juli gibt es Rabatt für Frühbucher.

Homepage und detailliertes Programm:
http://www.ipiworldcongress.com/,
http://www.ipiworldcongress.com/programme-speakers/programme/.

Relaunch der netzwerkrecherche-Webseite

Juni 19, 2010

Die Webseite von netzwerk recherche wurde gerelauncht und steht jetzt online. Hier ist unter anderem das 156-seitige Positionspapier zum Thema „Werte und Orientierung für Journalisten“ zu finden. Unter anderem mit Sätzen wie „Ethik war gestern – Journalismus entwickelt sich zunehmend vom Beruf zur Tätigkeit“ (Thomas Leif) oder auch „Leitlinien für einen wirksamen Recherche-Journalismus“. Die Jahreskonferenz in Hamburg findet am 9. und 10. Juli statt. Die Laudation zur „Verschlossenen Auster“ hält in diesem Jahr Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung). Webseite: netzwerkrecherche.de.

Jungblutiger Blog für junge Journalisten – mit Infos zum Berufseinstieg und vieles mehr…

Juni 19, 2010

Auf dem Blog steht: „Mediatopia.de soll eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die wie ich (Mark Heywinkel) journalistisch arbeiten oder arbeiten wollen. Vor dem Hintergrund eines sich stets wandelnden Berufsfeldes will ich für mich und die Leserschaft die Fragen beantworten, welche Fähigkeiten junge Journalisten heute und in Zukunft mitbringen müssen, um sich in der Branche zu etablieren und welche Aufgaben sie in der Medienwelt von morgen bewältigen müssen. Hierfür sollen Gespräche mit Studenten, Dozenten, freiberuflichen und angestellten Journalisten sowie Medienexperten geführt werden und Studiengänge, Lehrmaterialien und auch Equipment für den beruflichen Alltag vorgestellt werden.“ Blog zu finden unter: http://www.mediatopa.de.

Schaltgespräch-Seminar: Wie handle ich als Live-Reporter vor Ort?

Juni 16, 2010

Stell dir vor, es brennt. Du bist TV-Reporter und musst nun vor Ort in kürzester Zeit das Wichtigste sagen. Wie fasst man komplexe Sachverhalte schnell zusammen und trifft dabei noch den Ton einer Reportage? Egal ob ein Gespräch mit dem Moderator oder mit einem Gesprächspartner vor Ort – eine Herausforderung, die gelernt sein will! Bei unserem Live-Schaltgespräch-Seminar hast du die Möglichkeit zu lernen, wie man als Live-Reporter richtig agiert. Denn: Du kannst es live an einem Übertragungswagen (SNG) des Bayerischen Rundfunks (BR) üben. Das ist nicht nur für (angehende) Fernsehjournalisten eine wichtige Disziplin. Radio- und Printkollegen können genauso vom Gelernten profitieren.

Als Coach stehen Euch zwei erfahrene Fernsehjournalisten zur Seite. Andreas Bachmann leitet beim BR die Readktion des Politmagazins „kontrovers“. Eckhart Querner ist Reporter für den BR sowie die ARD und als solcher häufig in Krisengebieten als Live-Berichterstatter im Einsatz.

Neugierig geworden?

Live-Schaltgespräch-Seminar
Von:       Freitag, 2. Juli, 17.00 Uhr
Bis:        Sonntag, 4. Juli, 13.00 Uhr
Ort:        Bildungszentrum Kloster Banz
Kloster-Banz-Straße, 96231 Bad Staffelstein

Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Übernachtung und Verpflegung sind dabei inbegriffen.
Die Teilnehmerzahl ist auf sechs Mitglieder des BJV begrenzt. Um eine faire Auswahl zu gewährleisten, bitten wir um eine Bewerbung mit Lebenslauf, zwei Arbeitsproben (Manuskript, Mediadatei oder Internetlink, bitte keine DVDs) und einem kurzen Motivationsschreiben (max. 500 Wörter). Die Bewerbungen bitte bis spätestens Montag, 21. Juni, an schulz@bjv.de senden.

Das Live-Schaltgespräch-Seminar ist eine Kooperation des BJV mit den Nachwuchsjournalisten in Bayern (NJB).
Wir freuen uns auf Eure Bewerbung und auf ein spannendes Seminar!

Mit besten Grüßen
Pauline und Christian

Alles ist neu, jeder fremd

Juni 14, 2010

Der erste Tag im Praktikum – wie habe ich es bis dorthin geschafft und wie verhalte ich mich richtig, um einen guten Eindruck zu machen? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es für die Fachgruppe Junge Journalisten unter dem Motto „Praktikumsknigge“ Anfang Juni im PresseClub München. Diskutiert wurde mit dem Münchner Merkur Lokalchef Mike Schier und Martin Langeder, Redakteur bei megaherz film und fernsehen.

Verschiedener könnten sie nicht sein, die Praktikumserfahrungen von Mike Schier und Martin Langeder. Während der Lokalchef vom Münchner Merkur gerade mal ein Praktikum absolvierte, versuchte sich der Redakteur von megaherz film und fernsehen rund neun Mal in der Journalistenwelt, bevor er eine Festanstellung annahm. Doch beide haben ihren Platz in der Medienwelt gefunden und sind sich einig: Wer Engagement sowie Eigenständigkeit zeigt, vor Arbeit nicht zurückschreckt, offen, teamfähig und verlässlich ist, der macht seinen Weg als Redakteur.
„Ich wollte so vieles während meiner Studienzeit ausprobieren. Film, Rundfunk, Print, Online“, erklärt Langeder. „Das war gut so, jeder sollte so viele Erfahrungen machen, wie er für richtig hält, um zu wissen: das will ich später machen, das nicht“. Mittlerweile ist der gebürtige Österreicher bei megaherz film und fernsehen in München, zuvor hat er ein Studium in Wien und Hamburg sowie eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert.

Mike Schier (l.) und Martin Langeder bei der Diskussion

Mike Schier ist seit 2008 Lokalchef des Münchner Merkur. Tagtäglich wuseln bis zu drei Praktikanten in seinem Ressort herum, jede Woche treffen mehrere Bewerbungen ein. Worauf kommt es an? Wie wird man ausgewählt? „Ich lege sehr viel Wert auf das Anschreiben, Zeugnisse und Arbeitsproben überfliege ich meist nur. Ich schaue, ob derjenige meinen Namen richtig geschrieben hat, wie die Rechtschreibung ist und ob er gut formulieren kann? Das sind meine Kriterien. Erst dann wird der Kandidat zum Bewerbungsgespräch eingeladen.“ Ist die erste Hürde also schon mal geschafft, sitzt man bald seinem eventuell zukünftigen Vorgesetzten gegenüber. Wie geht es dann weiter? „Bei dem Gespräch“, sagt Schier, „sollte man Fragen stellen und nicht nur Antworten geben. Wer nichts zu sagen hat, wie soll aus dem einmal ein guter Journalist werden?“

Steht man nun endlich an seinem ersten Tag in den heiligen Hallen seines Wunschpraktikum-Platzes heißt es: „Sich souverän vorstellen, die neuen Kollegen begrüßen, offen sein, sich versuchen, ins Team zu integrieren und Fragen stellen, wenn einmal etwas unklar ist“, so Schier. Nichts sei so schlimm, wie neue Praktikanten, die sich still an ihren Platz setzen und nicht wahrgenommen werden wollen. „Man muss zeigen, dass man arbeiten will, Artikel schreiben und versuchen, sich immer hilfsbereit zeigen.“ Außerdem sei ein guter Draht zur Sekretärin nie verkehrt, genauso wie „richtiges“ Telefonieren. Seinen vollen Namen sagen, von welchem Medium man ist und fragen, ob derjenige gerade Zeit hat. Auch Martin Langeder stimmt zu: „Ich weiß es noch selbst von meinen vielen Praktika. Präsenz zeigen ist enorm wichtig, ruhig mal länger nach Redaktionsschluss bleiben und in jedem Fall: Mut zur Arbeit!“ Auch wenn man bei der heutigen „Generation Praktikum“ oft nichts für seine Arbeit an Geld bekommt, die beiden Journalisten sind sich einig: Die Erfahrungen und vor allem die sozialen Kontakte und Netzwerke, die man mithilfe von diversen Praktika bekommt, machen fehlende Bezahlung mehr als wett.

Text: Nina Zeller, Foto: chp

Neue Kategorie im Blog der Jungen: „Zeitkultur“

Juni 12, 2010

Hallo Ihr Lieben!

Heute führen wir eine neue Rubrik ein: „Zeitkultur„. Mir liegt dieses Thema besonders am Herzen, weil ich selber immer damit beschäftigt bin die Balance zu finden zwischen Anspannung / Stress / Viel-Zu-Tun-Haben und Entspannung / Abschalten / Kraft tanken. Ich denke, vor allem für Journalisten, egal ob jung oder alt, ist es wichtig sich Ruhephasen zu gönnen, um den Kopf mal wieder frei zu bekommen und auf neue, kreative Ideen zu kommen.

Deshalb hier der erste Link zu einem interessanten Artikel aus der ZEIT: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-06/burn-out-gesundheitsvorsorge-arbeit. Viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen: Der Mensch braucht unverplante Zeit 😉 In diesem Sinne, liebe Grüße und wir sehen uns hoffentlich beim Live-Schaltseminar auf Kloster Banz vom 2. bis 4. Juli (Rubrik Ankündigungen)!

Eure Pauline

Reisejournalismus: Unterwegs (oder auch nicht) zwischen weiter Welt und engen Budgets

Juni 10, 2010

Veranstaltungsreihe „Berufsbild Journalist“

… am Montag, 28. Juni 2010 , 19 Uhr, Presseclub (München, Marienplatz), organisiert durch die BJV Fachgruppe München – Oberbayern…

Fremde Länder und Kulturen zu erkunden und zu beschreiben, hat eine lange journalistische Tradition und einen besonderen Reiz. Wie oft man aber tatsächlich den Schreibtisch verlassen und vor Ort recherchieren und was man dann außerdem schreiben darf, hängt – vielleicht ganz besonders in dieser Sparte – von verschiedenen Sachzwängen ab. Die heile, sonnige Welt des Tourismus reagiert besonders sensibel auf Image-Kratzer: Sie gilt daher nicht unbedingt als Biotop für kritischen Journalismus. Vor dem bisweilen engen Schulterschluss mit der „anderen Seite“, sprich Marketing und Industrie, dem Spagat zwischen redaktioneller Unabhängigkeit und Anzeigengeschäft sind selbst renommierte Medien nicht immer gefeit, wie regelmäßig von der Medienkritik moniert wird. In unserer Veranstaltungsreihe „Berufsbild Journalist“ wollen wir diese und weitere Fragen diskutieren und haben erfahrene Praktiker aus einer Redaktion, einem Redaktionsbüro und einer PR-Agentur eingeladen:

  • Anke-Andrea Sponer, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Aviareps Tourism GmbH
  • Karin Polz, Leiterin Sonderseiten bei der Passauer Neue Presse
  • Hans-Werner Rodrian, SRT-Redaktionsbüro und Freelancer für die Abendzeitung
  • Moderation: Ralph Beuth, stellv. Vorsitzender Bezirksverband München-Oberbayern

Beginn: 19 Uhr

Ort: Presseclub München, Marienplatz 22, 4. Etage (Zugang nur per Lift)

Umbrüche in der Medienlandschaft

Juni 10, 2010

Die politische Akademie Tutzing lädt ein zur Tagung „Umbrüche in der Medienlandschaft“. Programm unter: http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/uploads/Tagungsprogramme/2010/28-4-10-programm.pdf. Reden werden unter anderem Jürgen Wegner (Chefredakteur Focus Online), Sonia Mikich (Redaktionsleiterin Monitor) und Hans-Werner Kilz (Chefredakteur SZ).

Recherche und Sicherheit im Internet

Juni 10, 2010

Die Berliner Journalistenschule (BJS) bietet am 12. und 13. August 2010 ein Seminar über „Investigative Recherche und Sicherheit im Internet“ an. Investigative Recherche bedeutet mehr als nur die Suchlogik von Google. Das Seminar richtet sich an Kollegen, die den systematischen Gebrauch spezifischer Werkzeuge (Whois-Datenbanken) anhand praktischer Beispiele erlernen wollen. Der zweite Teil des Seminars behandelt das Thema Sicherheit beim Surfen, Anonymität und Verschlüsselung von E-Mails. Anmeldung: http://www.berliner-journalistenschule.de/weiterbildung/seminare/internetrecherche.html