Archive for Mai 2010

Podiumsdiskussion „Praktikumsknigge“

Mai 28, 2010

Was das Schlagwort von der „Generation Praktikum“ bedeutet, bekommen junge Medienschaffende immer mehr zu spüren. Ob im klassischen Journalismus in Print, Rundfunk und Online oder auch in der Öffentlichkeitsarbeit – Praktika sind für fast alle der Einstieg in den Beruf. Ein Praktikum ist vielerorts Vorraussetzung für Volontariate oder Traineeships und somit auch eine Bewährungsprobe.

Aber wie gelingt es am besten, im Praktikum (aber auch als Volontär oder neues Redaktionsmitglied) zu überzeugen? Was sollte man besser vermeiden? Wie gliedert man sich gut in eine neue Redaktion ein? Und wie viele Praktika muss man eigentlich machen?

Bei einer Podiumsdiskussion im PresseClub München wollen wir Antworten auf diese und weitere Fragen finden. Dazu haben wir zwei Gäste eingeladen. Mike Schier ist seit 2008 Leiter der Lokalredaktion beim Münchner Merkur. Dort hat er bereits eine Vielzahl an Praktikanten betreut und weiß, worauf es ankommt. Martin Langeder arbeitet derzeit als Redakteur bei megaherz film und fernsehen in München. Zuvor absolvierte er mehrere Praktika, unter anderm beim SZ Magazin und der taz. Er berichtet von seinen Erfahrungen und schildert, wie man das Beste aus einem Praktikum macht.

Freitag, 04. Juni 2010, 19.30 Uhr

PresseClub

Marienplatz 22, 80331 München


Es gibt eine Teilnahmebegrenzung. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter dem Stichwort „Praktikumsknigge“ per Mail bei schulz@bjv.de an.
Wir freuen uns über zahlreiches Kommen und auf einen spannenden Abend!

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Mein Haus, mein Auto, meine Homepage – Vortrag zum professionellen Webauftritt

Mai 27, 2010

Warum soll man sich als Journalist eigentlich die Mühe machen, eine eigene Homepage zu entwerfen? Und wenn man sich die Mühe macht, was gilt es zu beachten? Darum ging es bei einer Veranstaltung am 26. Mai im Münchner Presseclub – geladen hatten die Fachgruppen Freie, Junge und Europa. Und gekommen sind rund 50 Interessierte. Als Experte stand der freie Journalist Mathias Neigenfind Rede und Antwort. Das technische Know-How lieferte Claus Riedl, der Neigenfinds Homepage als EDV-Experte programmiert hat. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Kornelia Doren (Fachgruppe Freie Journalisten).

Die wichtigste Frage, die man sich zu Beginn stellen sollte, lautet: Was will man mit der eigenen Homepage erreichen? Und wen will man ansprechen? So gibt es statische Homepages, die einmal eingerichtet werden und sich nicht mehr verändern. Es gibt dynamische Homepages, die immer wieder mit Hilfe eines Content-Management-Systems (CMS) selbständig aktualisiert werden können. Und es gibt Homepages, die stark personalisiert sind und die nicht zuletzt einen Personenkult bedienen – also vor allem für Moderatoren geeignet sind.

Mathias Neigenfind hat sich vor sechs Jahren selbständig gemacht und sich für eine dynamische Homepage entschieden. Er arbeitet in Ansbach als freier Journalist, unter anderem für die Nürnberger Zeitung, die dpa und Antenne Bayern. Um schneller an Aufträge von anderen Redaktionen zu kommen, hat sich die Homepage als brauchbare Visitenkarte erwiesen. „Sie bringt zwar nicht direkt weitere Aufträge, aber indirekt.“ So sei es für eine Redaktion viel einfacher kurz auf der eigenen Webseite vorbeizuschauen als sich mit einzelnen Arbeitsproben zu beschäftigen. Außerdem sei es wichtig ein einheitliches Layout zu entwickeln – für die Homepage, die Visitenkarten und auch das Firmenfahrzeug. „Ich bin orange“, gibt Neigenfind freimütig zu und setzt damit auf einen gewissen Wiedererkennungswert – schließlich sind an diesem Abend nicht nur Hemd und Brillengestell orange sondern vor allem auch seine Homepage.

Einer der wichtigsten Punkte sei, aus seiner Sicht, die Homepage möglichst aktuell zu halten. So müsse man täglich etwa 15 bis 20 Minuten investieren, um die neuesten Artikel hochzuladen – mache dadurch aber einen deutlich professionelleren Eindruck im Vergleich zu Homepages, die kaum gepflegt würden. „Für den Anfang kann man sich auch mit einem Baukasten-System behelfen“, erklärt EDV-Experte Claus Riedl. Einer der prominentesten Anbieter in diesem Bereich ist „wordpress.com“. Hier kann man sich heutzutage schon für wenig Geld und mit wenig Zeitaufwand eine Homepage zusammenbasteln. „Der Nachteil,“ so Riedl, „ihre Homepage sieht so aus wie tausend andere Seiten.“ Das Alleinstellungsmerkmal ginge flöten.

„Und genau das ist für Journalisten, vor allem freie Journalisten essentiell wichtig“, davon ist Mathias Neigenfind überzeugt. Deshalb war es ihm die Investition in Höhe von rund 900 Euro für eine eigene individuelle Homepage inklusive CMS wert. In Hinblick auf die Inhalte gab der Journalist aus Ansbach auch einige praktische Tipps. Erstens: Möglichst oft den eigenen Namen verwenden, zum Beispiel „neigenfind.org“. Zweitens: Navigationsleiste sollte – wie üblich – links oder oben angebracht sein, keine Experimente. Drittens: Auf der Startseite sollten die aktuellsten Artikel zu finden sein. Viertens: Die eigene Dienstleistung einmal klar beschreiben, inklusive Lebenslauf und Bilder. Fünftens: Im Impressum eigene Adresse angeben inklusive Haftungsausschluss und Umsatzsteuernummer.

Einer der nützlichsten Ratschläge war sicher: Veröffentlichte Texte und Bilder nur in Form eines eigenen Layouts auf die Homepage stellen, niemals im Originallayout der Auftrag gebenden Zeitung. Unproblematisch ist hingegen ein Link zum Artikel oder TV-Beitrag, den man allerdings regelmäßig auf seine Aktualität hin überprüfen sollte.

Ein weiterer Tipp: Um überprüfen zu können, wer auf der eigenen Homepage unterwegs war, kann sich bei „Google Analytics“ (www.google.com/analytics) ein Benutzerkonto einrichten, mit dem er genau das – kostenlos – einsehen kann. So kann man sich von Google täglich, wöchentlich oder monatliche entsprechende Auswertungen zusenden lassen. Die einzige Bedingung: Man muss auf der Homepage kenntlich machen, dass die Daten an „Google Analytics“ übertragen werden. Apropos Google: Für die Suchmaschinenoptimierung ist es hilfreich möglichst viele aussagekräftige Schlagworte anzugeben – vor allem in der Überschrift. Und gut ist auch, wenn andere Homepages auf die eigene Seite verlinken. „Das pusht die Seite extrem nach vorne“, berichtet ein Teilnehmer von seiner Erfahrung.

Bei der eigenen Homepage sind der Kreativität grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. So kann man, wie Mathias Neigenfind, einen Newsletter entwickeln, der unterschiedliche Redaktionen regelmäßig auf aktuelle Artikel aufmerksam macht. „Ich habe dadurch kaum Arbeit und einen Zusatznutzen, schließlich sehe ich in der Übersicht genau wer meinen Text heruntergeladen hat und kann dem gegebenenfalls nachgehen.“ Oder man lässt wie Neigenfind einen Newsticker durchlaufen, den man auf „n-tv.de“ kostenlos herunterladen kann. Die eigene Homepage ist also, vor allem für freie Journalisten, ein interessantes Tool in Hinblick auf das eigene Marketing – so meldete sich von den 50 Teilnehmern immerhin ein Fünftel, als es darum ging „Wer hat bereits eine eigene Homepage?“ In Zukunft werden das, auch angeregt durch den Abend im Münchner Presseclub, mit Sicherheit mehr werden.

Text: Pauline Tillmann

einheitspreis – Bürgerpreis zur Deutschen Einheit

Mai 27, 2010

Was verbindet den deutsch-polnischen Kabarettisten Steffen Möller, die Gedenkstätte Point Alpha e.V. und das deutsch-bosnische Schulprojekt “Baustelle Europa“? Was hat die Initiative „Märchenhaft verbunden“ mit Freya Klier, dem Deutsch-Polnische Magazin DIALOG oder den „Sportfreunden Hammergrund“ zu tun? Und welche Verbindung besteht zwischen dem Verein Elbkinderland e.V., einem Baumkreuz-Projekt an der B 7 und der Berliner Journalistin Renate Oschlies?

Sie alle waren Preisträger des 2002 erstmals ausgelobten „einheitspreis- Bürgerpreis zur Deutschen Einheit“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Wenn Ihr euch auch in einem Projekt, engagiert, das die Annäherung von Ost und West in Deutschland oder Europa voranbringt, dann bewerbt euch bis zum 31. Juli. Der einheitspreis 2010 wird in den Kategorien “Menschen“, „Kultur“ und „Jugend“ vergeben und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten findet Ihr unter: www.einheitspreis.de.

Gefährliche Nähe zwischen Politik und Medien

Mai 26, 2010

Wie viel Nähe darf es geben zwischen Politik und Medien? Wie sollen Journalisten damit umgehen, dass sie ihren Lesern einerseits exklusive Informationen von Politikern bieten wollen, andererseits aber ihre Unabhängigkeit ihr größtes Kapital ist? Heute Vormittag ab 11 Uhr wollen die Zeit-Autoren des Textes (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-05/politik-medien-hintergrund) mit den Lesern darüber diskutieren. Was zeichnet guten Journalismus aus?

Das Vertrauensverhältnis zwischen Politikern und Journalisten ist begrenzt: Der Politiker kämpft um Mehrheiten, der Journalist für die Wahrheit. Journalisten decken politische Sauereien auf, Politiker vertuschen diese. Berlins Senatssprecher Richard Meng, der beide Lager aus eigener Anschauung kennt, möchte aber nicht von einem vergifteten Vertrauensverhältnis sprechen, sondern lieber von einer „Atmosphäre der Halboffenheit“, die den professionellen Umgang zwischen Medien und Politik präge: Vor allem im persönlichen Hintergrundgespräch gibt jeder das preis, das ihm nützt – und am wenigsten schadet. Meng war während seiner Karriere bei der Frankfurter Rundschau in Bonn und Berlin selbst zehn Jahre lang Mitglied in zwei der legendenschwersten Hintergrundkreise: der „Gelben Karte“ und dem „Wohnzimmerkreis“.

Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-05/politik-medien-hintergrund

Diskussion über investigative Recherche im politischen Umfeld

Mai 25, 2010

Die Fachgruppe Freie Journalisten im BJV lädt ein zu einer Diskussion über investigative Recherche im politischen Umfeld. Hier der Einaldungstext:

Bayern und Baden-Württemberg sind überall Spitze, Musterländer eben. So tönt es jeden Tag aus allen Sprachrohren, vorneweg aus den Regierungszentralen. Bei soviel Weihrauch ist man geneigt, die frohen Botschaften zu glauben. Aber die ganze Wahrheit ist es nicht, es sei denn, die vorderen Plätze gälten auch für den Filz und die Kumpanei zwischen Politik, Justiz und Wirtschaft.

Zwei Buchveröffentlichungen der vergangenen Monate nehmen sich das Geflecht aus Filz und Korruption vor, das über Jahre hinweg in der Politik beider Landesregierungen seine Spuren hinterlassen hat: „Macht und Missbrauch. Franz Josef Strauß und seine Nachfolger“ von Dr. Wilhelm Schlötterer, Ministerialbeamter im bayerischen Finanzministerium i.R., und „Wir können alles: Filz, Korruption & Kumpanei im Musterländle“ von Josef-Otto Freudenreich, Wolfgang Messner, Rainer Nübel und Meinrad Heck.

Das Buch „Macht und Missbrauch“ lässt nicht nur alle Steuerskandale von Diehl über Kirch bis Beckenbauer als Kette sichtbar werden. Der Autor geht auch weniger prominenten, aber systemimmanenten Fällen von Begünstigung, Rechtsbeugung, Strafvereitelung usw. nach, die bis auf den heutigen Tag im Freistaat wirken.

„Wir können alles: Filz, Korruption & Kumpanei im Musterländle“ zeigt die Bögen und Linien auf, die zwischen den Mächtigen des Landes verlaufen. Die kundigen Journalisten zeichnen ein Bild von Baden-Württemberg, wie es selten in den Medien zu sehen ist.

Wir haben die Autoren Dr. Wilhelm Schlötterer, Wolfgang Messner und Rainer Nübel eingeladen, uns Einblicke zu gewähren in die Techniken und Methoden der erfolgreichen investigativen Recherche.

Die Fachgruppe Freie Journalisten lädt Sie ein zur Diskussionsveranstaltung

Politik im Fadenkreuz –
Investigative Recherche im politischen Umfeld

am Dienstag, 15. Juni 2010, 19:00 Uhr
in den PresseClub München
Marienplatz 22, 4. Etage (Zugang nur per Lift)

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um schriftliche Anmeldung in der BJV-Geschäftsstelle zu Händen Frau Schulz (schulz@bjv.de).

Mit kollegialen Grüßen

Bernhard Münkel, Andrea Stickel, Kornelia Doren
Fachgruppe Freie Journalisten

Deutsch-Polnische Medientage in Dresden: „Deutschland und Polen – Partner im Osten“

Mai 25, 2010

Vom 7.-9. Juni finden die 3. Deutsch-Polnischen Medientage in Dresden statt. Unter dem Thema „Deutschland und Polen – Partner im Osten“ wird über das Verhältnis der EU zu Russland und zu den Anrainerstaaten Ukraine und Weißrussland diskutiert.

Die Medientage bieten Journalisten und Medienexperten aus Polen und Deutschland eine professionelle Plattform zum gegenseitigen Austausch sowie die Chance zur persönlichen Begegnung.

Anmeldeschluss ist der 26. Mai 2010. Mehr Infos unter: www.medientage.org.

Interessante Links – zusammengestellt von Crossmedia-Stratege Bernd Oswald

Mai 22, 2010

Quo vadis Onlinejournalismus? Podiumsdiskussion zum Thema Zukunft des Journalismus im Internet

Mai 22, 2010

Crossmedia lautet das Schlagwort. Und es meint: Die Revolution in der Medienbranche hat längst begonnen. Während immer mehr Zeitungen, vor allem in den USA, sterben, gewinnt das Internet an Einfluss und Bedeutung. Der Grund: Es liefert nicht nur Text, sondern auch Audio, Video, interaktive Grafiken und sogar alles zusammen in Form von Audio-Slide-Shows. Doch wohin führt diese Entwicklung? Quo vadis Onlinejournalismus? So die zentrale Frage bei einer Podiumsdiskussion am 19. Mai, zu der die Fachgruppe Junge, der Bezirksverband Augsburg-Schwaben sowie der Lehrstuhl für Digitale Medien der Universität Augsburg geladen hatten. Einer der Referenten war Bernd Oswald, der unter anderem Unternehmen bei crossmedialen Medienprojekten berät und vorher lange Zeit bei sueddeutsche.de war. Der zweite Referent war Ulrich Brenner, der seit 2002 die Deutsche Journalistenschule (DJS) leitet und seit einigen Jahren „einen neuen Schwerpunkt auf Onlinejournalismus setzt“. Pauline Tillmann, Hörfunk- und Fernsehjournalistin beim Bayerischen Rundfunk und Vorsitzende der Fachgruppe Junge moderierte die Veranstaltung.

„Das Berufsbild des klassischen Printjournalisten wird es nicht mehr geben“, da sind sich Bernd Oswald und Ulrich Brenner einig. Die Branche stehe vor einer Veränderung, die momentan schwer einzuschätzen sei. Und trotzdem versuchten sie sich einer solchen anzunähern. Bernd Oswald stellte fünf Thesen vor, die die Entwicklungsperspektive beschreiben und zukünftigen Journalisten als Orientierung dienen können.

1.Das Internet wird das entscheidende Trägermedium für Print, Radio und Fernsehen

„Das Internet kann alles sein“, so Oswald und ermögliche eine moderne Verbindung von Text mit Audio und Video. Zwar werde es Print, Fernsehen und Radio in Zukunft noch geben, versichert Oswald, „allerdings werden sie den Hintergrundbericht liefert, nicht mehr die pure Nachricht“.

2. (Online-) Journalismus wird zu Prozessjournalismus

Bestehe die heutige journalistische Arbeit mehrheitlich noch aus tagesaktuellen Themen, würden in Zukunft Artikel nicht fertig gestellt, sondern von Autoren und Lesern weiterentwickelt werden. In Foren entwickle sich schon jetzt eine weit greifende Interaktion mit den Konsumenten. Dieser Prozess, so Oswald, werde in nächster Zeit „immer wichtiger werden“. Der Journalist könne die Reaktion der Leser direkt mit verfolgen, wenn nötig nachrecherchieren und seine Arbeit korrigieren oder auch einen weiteren Nutzen ziehen und sich  „Anregungen für neue Themen“ holen. Nach Oswald seien in Zukunft besonders Kommunikations- und Kritikfähigkeit gefragt, um trotz der Entwicklungen bestehen zu können.

3. Die Zukunft des Journalismus ist (hyper-)lokal

Nach Oswald entwickeln sich journalistische „Nischen auf lokaler Ebene“. Ein Beispiel dafür sei  der  „Heddesheimblog“ (http://heddesheimblog.de/). Die Leser würden dazu neigen sich Online zu informieren was im unmittelbaren Umfeld passiere. Das „Zeitungssterben“ vor allem im Lokalen sei ein Merkmal dieser Entwicklung. In Zukunft werden laut Oswald immer mehr dieser Lokaljounalismus-Portale entstehen.


Crossmedia-Stratege Bernd Oswald

4. (Unternehmerischer) Journalismus wird mit einem Finanzierungsmix bezahlt

„Es herrscht eine Kostenloseinstellung“ im Internet, so Oswald. Gerade deshalb sei die Frage nach der zukünftigen Finanzierung so wichtig. Oswalds Einschätzung nach werde der Onlinejournalismus in Zukunft zum Einen aus Anzeigenverkäufen oder wie in den USA durch Stiftungen finanziert. Und zum Anderen durch „Micropayments“, also Kleinstbeträgen, die sich auf bestimmte Ressorts oder gar einen speziellen Artikel beziehen. Dadurch könne der Leser flexibel und individuell entscheiden für welches Angebot er bereit ist zu bezahlen. Unter „unternehmerischem Journalismus“ versteht Oswald, dass sich die Journalisten verstärkt selbstständig machen müssen. Schon jetzt würden die „klassischen Karrieren“ mit langer Festanstellung bei einem Medium selten werden und die Anzahl der „befristeten Verträge“ steigen. Bei solchen Entwicklungen sei die Kompetenz für multimediales Arbeiten besonders wichtig.

5. Multimediales Arbeiten üben!

„Nicht jeder muss alles können, aber jeder muss wissen wie es funktioniert“, meint Oswald. In Zukunft werde sich multimedialer Journalismus vor allem aus Teams und Spezialisten zusammensetzen. Dafür sei vor allem Kommunikations- und Teamfähigkeit notwendig. „Die Geschichte muss so gut wie möglich dargestellt werden, und zwar auf allen Kanälen.“

Ulrich Brenner, Leiter der DJS, stimmte Oswald bei seinen Thesen zu. „Das Internet ist ein Medium, dass alles in sich vereint“, so Brenner. Die DJS habe den Anspruch für den Beruf als Journalist vorzubereiten. Durch die starken Veränderungen habe die Ausbildung an einer der renommiertesten und ältesten Journalistenschulen Deutschlands ihren Printschwerpunkt in den letzten Jahren deutlich verlagert. Nun sei auch Onlinejournalismus ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung – „Die Schüler sollen lernen in verschiedenen Mediengattungen zu denken.“ So erstellen die DJSler einmal im Jahr das Magazin FAST, inklusive Onlineausgabe „Fast Online“. Solche Projekte sollen den Journalistenschülern die Möglichkeit geben, sich praxisnah und unter Anleitung von Experten, auszuprobieren. An der DJS kann man sich für die Kompaktausbildung, die 15 Monate dauert, und den zweijährigen Masterstudiengang Journalismus bewerben. Bei beiden Ausbildungswegen wird alles durchlaufen: Print-, Online-, aber auch Fernseh- und Radiojournalismus. Brenner bezeichnet die Ausbildung selbst als „Ausprobier-Sandkasten“, der es den Journalistenschülern ermögliche für sich nach eigenen Fähigkeiten den Schwerpunkt zu setzen.

Pauline Tillmann und Ulrich Brenner

Ein weiteres erkennbares Phänomen im heutigen Journalismus sei, laut Brenner, die immer noch starke Trennung zwischen Onlineredaktion und Printredaktion. „Oft liegt das einfach an der traditionellen Einstellung des Chefredakteurs gegenüber den digitalen Möglichkeiten.“ Eine Verschmelzung der Print- und Onlineredaktion werde seiner Einschätzung nach vor allem durch eine neue Führungsgeneration eingeleitet, aber auch durch das Nachwachsen der so genannten „Digital Natives“ (Anm. d. R.: Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist).

Bernd Oswald glaubt: „Die Grenzen zwischen Print und Online verschwimmen heute schon zusehends.“ Die „Edelfeder“ entwickele sich zur Ausnahme. Die Mehrheit der nachwachsenden Journalisten müsste sich zum „crossmedialen Redakteur“ entwickeln, der in Bild und Ton genauso bewandert sei wie in Text und digitaler Aufbereitung. Und welche Fähigkeiten sollte man dafür haben? Brenner antwortet darauf, dass man keine Angst vor der Technik haben dürfe. Genauso wichtig sei aber, auch für Online, das journalistische Handwerk beherrschen zu können – „Das heißt einen komplizierten Sachverhalt einfach darstellen zu können, gut zu recherchieren und eine treffende Sprache zu finden.“

Zum Schluss sind sich beide Diskussionspartner einig: Die Umbrüche könnten noch lange Jahre dauern und niemand könne sagen wohin es genau geht. „Doch anstatt über die Veränderungen zu jammern“, so Moderatorin Pauline Tillmann, „muss man die Veränderungen als Chance begreifen und sich den Herausforderungen der neuen Zeit mutig stellen. Denn Onlinejournalismus bietet vor allem jungen Journalisten viele tolle Möglichkeiten.“

Text: Mirela Delic

Jetzt bewerben für CNN Journalist Award

Mai 22, 2010

Es ist wieder soweit, die Bewerbungsphase für den CNN Journalist Award ist angelaufen. Der Wettbewerb wird bereits zum sechsten Mal im deutschsprachigen Raum ausgetragen, um talentierte Nachwuchsjournalisten aus den Bereichen TV, Print, Radio und Online auszuzeichnen. Ab sofort bis zum 31. Juli 2010 können junge Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Beiträge mit internationalem Bezug einreichen. Nähere Informationen findet Ihr unter http://www.cnnjournalistaward.com/.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist wieder soweit, die Bewerbungsphase für den CNN Journalist Award ist angelaufen. Der Wettbewerb wird bereits zum sechsten Mal im deutschsprachigen Raum ausgetragen, um talentierte Nachwuchsjournalisten aus den Bereichen TV, Print, Radio und Online auszuzeichnen. Ab sofort bis zum 31. Juli 2010 können junge Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Beiträge mit internationalem Bezug einreichen.

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.cnnjournalistaward.com/ sowie im Anhang dieser Email. Bitte leiten Sie die Informationen an interessierte Medienschaffende weiter. Wir freuen uns auf zahlreiche Einsendungen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr CNN Journalist Award Team

Daniela Erler
Marketing CNN International
Germany, Austria & Switzerland

Turner Broadcasting System Deutschland GmbH
Leopoldstr. 10
80802 München
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Seminar „Impulse für mehr Politik im Radio“ für junge Journalisten in Berlin (15. – 18.09.)

Mai 20, 2010

Das Seminar bietet:

* Praxisnahe Tipps für mehr Politik im Radio
* Hörernahe Umsetzung
* Gespräche mit Entscheidungsträgern
* Informationen zu lokalen Auswirkungen der Bundespolitik
* Hintergrundwissen zum Ablauf politischer Entscheidungsprozesse
* Neue Wege der Informationsgewinnung

Termin: 15.09.2010 bis 18.09.2010

Ort: Angleterre Hotel,  Friedrichstraße 31, 10969 Berlin

Für Jungredakteurinnen und Jungredakteure mit wenigstens einem Jahr Berufserfahrung von lokalen und regionalen Hörfunkstationen aus dem privaten wie öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie Volontärinnen und Volontäre im zweiten Ausbildungsjahr.

Teilnahmebeitrag: 60 € (Verpflegungs- und Übernachtungskosten übernimmt der Veranstalter. Fahrtkosten werden nicht erstattet.). Alle Informationen unter: www.bpb.de