Konzepte für einen jungen Journalismus

Journalismus für Junge muss von jungen Journalisten gemacht werden. Nach diesem Konzept sind die Redaktionen von „on3“, „zeitjung.de“ und „utopia.de“ besetzt. Während andere Medien über das Publikum von morgen nachdenken, wollen sie schon heute genau diese Generation ansprechen. Ein Redaktionsbesuch und eine Diskussion über Zukunftskonzepte.


Das Publikum dort abholen, wo es ist – so lautet eine vielzitierte Floskel. Bei einem Besuch in der Redaktion von „on3“, dem Jugendprojekt des Bayerischen Rundfunks, sieht man, wie das funktionieren kann. Überall hängen Plakate von Musikfestivals, die „on3“ begleitet oder veranstaltet. Man sieht auch Bilder vom „Südwild-Bus“, mit dem „on3“-Reporter jede Woche eine andere bayerische Stadt besuchen und mit jungen Menschen vor Ort das Programm gestalten. Mirjam Piniek, Multimediakoordinatorin bei „on3“, führt die Gruppe aus Mitgliedern der Fachgruppen Junge und Online durch die Redaktion, wo „Fernsehen und Radio im Internet“ gemacht werden. Die Zielgruppe ist sehr verwöhnt, weiß Piniek. Wackelige Videos  kämen demnach gar nicht gut an. Neben professionellen Videos ist der 33-Jährigen wichtig, die User bei den Themen wirklich mitreden zu lassen. „ „Viele meinen, User wollen nur schnell was abgeben“, sagt sie. „Dabei sind ihnen Thesen wichtig, sie wollen bei Themen mitreden.“ Also holt sich „on3“ die Themen direkt aus der Lebenswelt des Publikums.

Bei einer Podiumsdiskussion geht es danach um die Konzepte zweier weiterer junger Onlineportale. Daniel Überall von „utopia.de“ stellt die „Plattform für bewussten Einkauf“ vor. Er verteidigt die Zusammenarbeit mit Firmen. „Zukünftig werden sich Inhalte von Medium und Autor entkoppeln“, meint Überall. Es gebe „unfassbar gut informierte User“, die dabei als „watchdog“ der Journalisten auftreten. Tobias Tzschaschel von „zeitjung.de“ glaubt nicht an die Trennung von Inhalt und Autor. Er betont vor allem, dass der Journalist „immer selbst in der Zielgruppe stecken muss“. Sein Ziel ist, mit „zeitjung.de“ die erste Online-Ausbildungsredaktion in Deutschland zu werden. Doch auch hier ist ein Geldgeber im Hintergrund noch nötig, im Fall von „zeitjung.de“ ist das eine Werbeagentur.

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3 Antworten to “Konzepte für einen jungen Journalismus”

  1. Daniel Überall Says:

    Liebes „Jungblut“-Team,

    vielen Dank für die Einladung und die spannede Diskussion!

    Utopische Grüße
    Daniel Überall

  2. Tobias Tzschaschel Says:

    Kann mich Daniel Überall nur anschließen. Die Diskussion war aufschlussreich und inspirierend. Vielen Dank für die Einladung.

    Beste Grüße aus der ZEITjUNG-Redaktion, Tobias Tzschaschel

  3. Utopia Watchblog Says:

    Herzlichen Dank an Daniel Überall für die »unfassbar gut informierten User«.
    Das Utopia Watchblog ist nunmehr auch auf http://www.twitter.com/utopiawatchblog zu erreichen.
    Gerade beleuchten wir den Utopia-Partner Entega/HSE und seine Umweltsünden.

    Mit einem freudigen »Wuff! Wuff!«
    utopia watchblog

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